Neuer Paris-Roman

Paris. Mai 68. Umbruch. Alexandre als Student mittendrin – und doch zuallererst seinen eigenen Interessen nachspürend. Der Sohn aus bürgerlichem Haus arbeitet neben seinem Studium der Literatur als Hauslehrer für zwei störrische Töchter bei den Bourgins, beide sind noch Teenager, wobei es sich nicht vermeiden lässt, dass er sich in die Dame des Hauses sowie in das Hausmädchen verliebt.

Man siezt sich in solchen Kreisen auch noch im Frankreich der zu Ende gehenden de-Gaulle-Ära. Selbst nach dem Austausch von Leidenschaften, auch nach Treuebrüchen der verschiedensten Art, denn die beiden Frauen sind beileibe nicht Alexandres einzige Geliebte.

Etikette oder wahre Liebe, Spiel oder Ernst, wie findet man das Glück der Zweisamkeit in einer Umbruchzeit, die so vieles verspricht? Gibt es die Frau, von der Alexandre sagen könnte: Als ich sie das erste Mal sah, wusste ich, dass mein Haus kein Dach mehr hatte?

"Der in Bonn lebende Jan Turovski gehört zu jenen Autoren, die bemerkenswert gute Literatur schreiben, ohne großes Aufheben von sich zu machen." Mannheimer Morgen

Jan Turovski (Autor), Klaus Servene (Hg.): Madame Bourgin, Roman, Paperback, 156 Seiten, ISBN-13: 9783748112464, edition andiamo, Hamburg; Verlag: Books on Demand, 12,- €

NEU Jan Turovski: Die Sonntage des Herrn Kopanski

Jan Turovski, Klaus Servene (Hg.): Die Sonntage des Herrn Kopanski, Roman, Paperback, 260 Seiten, ISBN-13: 9783746043074, edition andiamo, Hamburg; Verlag: Books on Demand, Erscheinungsdatum Neuauflage: März 2018, 13,90 €, Leseprobe im BoD-Buchshop Hier.

Ein unauffälliger Mann Ende Vierzig. Ein Warenhausdetektiv, der in seiner Freizeit ein Buch über Ladendiebstahl schreiben will, aber nicht über die ersten Sätze hinauskommt. Ein Untermieter, den die eindeutigen Angebote seiner Wirtin irritieren. Ein eigenbrötlerischer Einzelgänger, der sonntags mit Hilfe von Polaroidaufnahmen ein Inventar seiner Stadt anfertigt: Das ist Kopanski, als er "die Frau" kennenlernt, eine Frau, die seine Fantasie nicht mehr loslässt. Doch je mehr er ihr nachspürt, je mehr er versucht, sie in sein Leben einzuplanen, desto unverständlicher wird sie ihm. Je verzweifelter er sich bemüht, eine eindeutige Wahrheit zu finden, desto unausweichlicher treibt er in die Katastrophe.

Stimmen zur Erstausgabe 1988:

"Es ist eine Geschichte von Einsamkeit, Realitätsverlust und zunehmend wahnhafter Verzerrung der Wirklichkeit, die der in Bonn lebende Jan Turovski in seinem ersten Roman erzählt. In einer seltsam kurzatmigen Kunstsprache folgt Turovski seinem namensähnlichen Helden stets beklemmend dicht, so dass der Leser ganz auf die eingeschränkte Weltsicht des zugleich bedauernswerten und gefährlichen Kopanski verwiesen bleibt."
Die Zeit, Karl-Markus Gauß

"In Die Sonntage des Herrn Kopanski schildert Turovski in eindringlicher Sprache, wie der Realitätsverlust des Mannes alle Hoffnung auf Liebe und Wärme in einer Katastrophe enden lässt."
Hörzu

"Jan Turovski erzählt die Geschichte Kopanskis mit großer Sprachdisziplin. Akribische Genauigkeit in der Charakteristik, spannende Handlungsabfolge und eine zeitnahe Thematik machen Jan Turovskis Roman zur fesselnden Suche nach der Lebenswahrheit."
Kölnische / Bonner Rundschau

NEU Jan Turovski: Kopanski kehrt zurück

Besprechung Mannheimer Morgen 23./24. Mai 2018
"(...) Die narrative und perspektivische Suggestivität von Turovskis Schreiben entfaltet auch hier einen Sog, dem sich der Leser schwer entziehen kann. (...)"
Jan Turovski, Klaus Servene (Hg.): Kopanski kehrt zurück, Roman, Paperback, 192 Seiten, ISBN-13: 9783746080741, edition andiamo, Hamburg; Verlag: Books on Demand, Erscheinungsdatum: 22.02.2018, 13,90 €, Leseprobe im BoD-Buchshop Hier.

Fünfzehn Jahre hat Kopanski wegen Mordes gesessen. Mit nichts als einem alten Schweinslederkoffer seines Vaters und dem im Gefängnis erworbenen Verdienst steht er nun plötzlich draußen. Was soll er tun? Schnell kehrt er seiner Heimatstadt, der er vieles nicht verzeihen kann, den Rücken und fährt in die nächstgrößere Stadt Richtung Süden. Schon als Kind hatte er davon geträumt dort zu leben. Frauen hat Kopanski satt. Doch plötzlich trifft er auf Nadine, die ohne Bleibe aber voller Geheimnisse ist. Wie wird er zurechtkommen, gibt es für Mord nach der Strafe so etwas wie ein gelingendes Leben?

"Jan Turovski erzählt mit der gleichen sprachlichen Brillanz und Fertigkeit die Fortsetzung seines Erstlings von 1988, Die Sonntage des Herrn Kopanski. Zwischen lakonischem und poetischem Duktus entsteht ein Bild heutiger Wirklichkeit, in der Scheitern und Gelingen gleichermaßen möglich scheinen. Jan Turovski überrascht von Buch zu Buch mit völlig neuen dramaturgischen Mitteln und Themen, die die erstaunliche Bandbreite seines Könnens abbilden." Rumjana Zacharieva, Autorin, Übersetzerin und Publizistin, Mitglied im PEN.

"Der in Bonn lebende Jan Turovski gehört zu jenen Autoren, die bemerkenswert gute Literatur schreiben, ohne großes Aufheben von sich zu machen." Mannheimer Morgen

Herr Turovski ist längst zurück! – Empfehlung eines Ungewöhnlichen

In der Vorwendezeit Ende der Achtziger rezensiert Karl-Markus Gauß in der ZEIT den »späten Erstling« des Bonner Autors Jan Turovski: »Die Sonntage des Herrn Kopanski.« 1988 bei Benziger in Zürich erschienen und von Kritik und Publikum durchweg positiv beachtet. Turovski war vorher als Lyriker und Autor zahlreicher Kurztexte in Erscheinung getreten. Bei Benziger sollte dann die Herausgabe seines zweiten Romans »Der Rücken des Vaters« folgen, aber in den turbulenten Wendezeiten verschwanden sowohl »der eiserne Vorhang«, der Benziger Literaturverlag (nach einer Zwischenstation als Eigentum der RHEINPFALZ), als auch das Interesse der wendebeschleunigt kurzatmig agierenden Literaturfachleute, die sofort nach dem großen Wenderoman fragen sollten. Nicht Turovskis Sache, den doch »vom Alltag zerfressene Leidenschaften« interessieren, Soziopsychogramme von Individuen und nicht »Gesellschaftsromane«. Seine »Sonderlinge« kommen überwiegend aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft, sie können den Blick neu schärfen – auf die zwischenmenschlich möglichen Verhaltensweisen, und sie werfen fast immer mehr Fragen auf, als sie Antworten geben.

Seit seinem Romandebüt hat Jan Turovski (in aller Stille!) insgesamt sage und schreibe 15 (fünfzehn) Romane, diverse Novellen und Erzählungen und rund 140 Short-Stories neben seiner Lyrik geschrieben. »Der Rücken des Vaters« ist von mir 2013 neu bei Andiamo herausgegeben worden und 2015 bereits in dritter Auflage erschienen. Es freut mich, nach der Herausgabe weiterer Titel dieses Ausnahmeautors, zum 30jährigen Jubiläum des Romandebüts in 2018 sowohl »Die Sonntage des Herrn Kopanski« als auch die Fortsetzung »Kopanski kehrt zurück« publizieren zu können. Damit liegen nun zehn der fünfzehn Romane vor. Es gilt jedoch, weiterhin das phänomenale Werk Schritt für Schritt vor dem Vergessen zu bewahren. Jan Turovski hat das verdient. Zurecht bemerkte der Mannheimer Morgen: "Der in Bonn lebende Jan Turovski gehört zu jenen Autoren, die bemerkenswert gute Literatur schreiben, ohne großes Aufheben von sich zu machen." Solche bemerkenswert gute Literatur, solche Autorinnen und Autoren, werden gebraucht. Auch das lesende Publikum hat das verdient.

Klaus Servene, Autor und Herausgeber

Stimmen zu Dimitré Dinev

Engelszungen 


Die Presse 7.Januar 2006; Robert Menasse:
... Das stärkste Lebenszeichen der neueren österreichischen Erzählliteratur kommt aus Bulgarien, ein Roman, der über weite Strecken in Plovdiv spielt, dessen Ausgangs- und Fluchtpunkt aber der Wiener Zentralfriedhof ist: Dimitre Dinevs Roman „Engelszungen“ (bei Deuticke erschienen und als Taschenbuch soeben bei btb herausgekommen). ... 

FAZ 9.Juli 2005; Sabine Berking:
... Karneval der Blessuren: Dimitré Dinev erzählt mit fröhlichem Pathos und tiefschwarzem Humor von heimatlosen Neueuropäern ...

DIE WELT 4.März 2005; Tilmann Krause: 
Es lebe die Literatur der Migranten, weil sie uns Dichter wie Dimitré Dinev beschert … Selten hat man in den letzten Jahren Bücher gelesen, in denen in einer kurzen Erzählung, manchmal auf nur einer Seite, in solcher Dichte die farbigsten, kurvenreichsten Lebensläufe vorkommen wie in den beiden nunmehr vorliegenden Titeln („Engelszungen“ und „Ein Licht über dem Kopf“) … Auch das ist ein Novum für deutsche Literatur der Gegenwart: Hier wird die Sphäre der Transzendenz nicht mit pseudoaufgeklärter Überheblichkeit abgetan …  

Süddeutsche Zeitung 14.Juli 2004; Meike Fessmann:
... Dimitré Dinevs wunderbarer Roman „Engelszungen“ ... ist ein weiterer Beleg für die Fruchtbarkeit der Immigrantenliteratur, die diesseits und jenseits des Atlantik an Terrain gewinnt. ... Womit Dinev aber seinen Roman über alle Klippen (der Kolportage und des Folkloristischen – K.S.) hinweg, sicher ins Ziel bringt, ist die Fluchtgeschichte der beiden Hauptfiguren. ... Das Leben im Warteraum der Illegalität ... dieses Zusammenleben verschiedenster Ethnien und Lebenstragödien bekommt man selten so eindrücklich vermittelt wie hier. ...

Der Spiegel 17.Mai 2004:
... ein sehr europäisches Buch, freilich aus dem Blickwinkel jener, die nicht so ganz dazugehören: absolut kein weiteres Stück ostalgischer Betroffenheitsprosa, sondern bemerkenswert stilsichere Literatur. Ein Buch auch und gerade für jene, denen Bulgarien bisher völlig egal war – mithin für ein richtig großes Publikum. 

NDR 13.Januar 2004; Petra Hartlieb:
... Engelszungen ist ein sehr europäisches Buch ... Dinev kann sich mit den amerikanischen Bestsellerautoren des letzten Jahres problemlos messen und das liegt nicht nur am Umfang seines Buches. ...

Die Zeit 51/2003; Markus Clauer:
... Dimitré Dinev hat eine komische und traurige Familiensaga komponiert über die Macht des Politischen und über die Tyrannei der Mächtigen – vor allem aber darüber, was diese mit den Menschen machen. ... Rührend sind die Storys in diesem lebensprallen und todesseligen Bilder-Buch, mit zartem Melos, voller Ironie und so, dass das Unwahrscheinliche wie zwingend wirkt. ... In seinem tragisch – magischen Realismus, traumschön geschrieben, ist Engelszungen ein Winterabendroman mit Hang zur ausgleichenden Gerechtigkeit. ... 

NZZ 8.12.2003; Paul Jandl:
... „Engelszungen“ ist kein Selbstverständigungstext über eine Ostblockkindheit, wie so manches, was aus der jüngeren Autorengeneration kommt. Dimitré Dinev hat darauf verzichtet, sich selbst und seine Adoleszenz zum Stoff autobiografischer Betroffenheit zu machen. Stattdessen hat er in souveränem Gestus sein episches Material arrangiert. Das archaische Wesen des Erzählens, das im Alltag des Balkans noch immer eine große Rolle spielt, hat Dimitré Dinev für seinen Roman neu entdeckt. Man müsse nichts erfinden, sagt Dinev, man müsse nur zuhören. ... Über die Sprache der Nomenklatura und der privaten Erzählungen hat Dimitré Dinev in seiner Heimat genug erfahren, um einen bis ins Detail beeindruckenden Roman schreiben zu können. Den ersten einer Karriere, die gerade beginnt. ... 

Volltext 6/2003 Dezember/Januar; Jochen Hörisch:
... Ein praller, lustvoll von Verlusterfahrungen erzählender, bei aller Leserfreundlichkeit doch zugleich komplex und kunstvoll angelegter Roman, der hält, was sein Titel verspricht: hier erzählt einer mit der Zunge gefallener und wiederauferstandener Engel von den Verirrungen und vom Reiz vieler ineinander verschlungener Lebenswege. Auf der Suche nach Glück machen die, die diese Wege begehen, eine Erfahrung, die Gottfried Benn in Verse gekleidet hat: Kommt, reden wir zusammen / wer redet, ist nicht tot. 

Die Presse (Spectrum) 15.November 2003; Gudrun Braunsperger:
... Mit „Engelszungen“ hat ein Autor bulgarischer Provenienz die deutschsprachige Literatur bereichert, am Beginn des 21. Jahrhunderts vorgeführt, dass ein mit Spannung erzählter Roman nicht unbedingt in der europäischen Vergangenheit des 19.Jahrhunderts gesucht werden oder in der Landschaft der südamerikanischen Gegenwartsliteratur angesiedelt sein muss. Dinev erinnert daran, dass es die Tradition des Erzählens war, die literarisches Schaffen als künstlerische Form kultiviert hat, und dass gutes Erzählen ein unverzichtbares Element innerhalb des Spektrums von „guter Literatur“ ist: In diesem Sinn ist Dinevs Roman das Produkt eines gelungenen Kulturtransfers im Zeitalter der Multikulturalität. ...

Die Presse (Schaufenster) 19.September 2003; Peter Stuiber:
... Mit seinem Roman „Engelszungen“ hat Dimitré Dinev ein grandioses, tragikomisches Panorama europäischer Geschichte des 20.Jahrhunderts vorgelegt. ... eine große literarische Überraschung!


Ein Licht über dem Kopf:
(10 Erzählungen: „Wechselbäder“, „Die Handtasche“, „Laß uns Radio hören“, „Lazarus“, „Spas schläft“, „Von Haien und Häuptern“, „Die neuen Schuhe“, „Ein Licht über dem Kopf“, „Die Totenwache“, „Kein Wunder“).


Hamburger Abendblatt 16.Juli 2005; Matthias Gretzschel:
 ... Man kann fast süchtig werden nach diesen unerhörten Alltagsgeschichten ... 

Frankfurter Rundschau 2.Juni 2005; Carmen Eller:
… Wer einmal in Dinevs Welt geraten ist, verlässt sie nur ungern wieder. 

Literaturen 04/05; Daniela Strigl:
Mit Dimitré Dinev hat endlich auch Österreich eine Immigranten-Literatur. Der erste Roman des gebürtigen Bulgaren, der in seiner Heimat ein deutsches Gymnasium besuchte, machte vor zwei Jahren Furore: Mit „Engelszungen“, einem viel gelobten, viel gekauften und gewichtigen 600-Seiter, trat Dinev den Beweis an , dass der Baum des Erzählens nicht nur in angelsächsischer, sondern ebenso in slawischer Erde gedeiht. (…) Da schüttet einer sein Füllhorn auf die darbende deutsche Kopf-Literatur. … 

Deutschlandradio 15.April 2005; Carsten Hueck:
… Dinevs Erzählungen sind (…) keineswegs deprimierende Sozialreportagen, sondern eine furiose Mischung von slawischer Seele und deutschem Wortwitz. Die Figuren stemmen sich trotzig und temperamentvoll gegen ihre erdrückenden Lebensumstände. Sie verfügen über den lakonischen, bitteren Humor der Unterprivilegierten, über die beinahe irre Heiterkeit von Verlorenen. (…) Selten findet man menschliches Scheitern so zärtlich beschrieben wie bei diesem Autor.

taz 17.März 2005; Stefan Kister:
… Niemand kann so schön von der Sonne erzählen: Der bulgarische Autor Dimitré Dinev verhilft in seinem Erzählband „Ein Licht über dem Kopf“ jenen zur Sprache, die in den unübersichtlich gewordenen und immer noch getrennten Welten von Ost und West ihre Persönlichkeit zu verlieren drohen. … 

Volltext Februar/März 2005; Jochen Hörisch:
… Dinevs Prosa ist lebensdrall und lebenssatt, wortmächtig und witzig, trostspendend und trotzig in jedem Wortsinne. … Dinev kombiniert eine uralte und eben deshalb ungemein frische Lust am Erzählen mit Geist, Witz und mit einer Lebensfreundlichkeit, die viel zu sehr mit Schutt, Leid und Endlichkeit vertraut ist, um harmlos zu wirken. So leserfreundlich kann der Geist der Erzählung die Glocken läuten und das Licht über dem Kopf erstrahlen lassen.

Die Inschrift:
(5 Erzählungen: „Die Handtasche“, „Die Inschrift“, „Ein Licht über dem Kopf“, „Spas schläft“, „Lazarus“).


Barbara Frischmuth:
Dimitré Dinevs Erzählen ist ein sehr unmittelbares, das im Nu eine poetische Welt erstehen läßt, deren Bewohner uns nahe gehen. Und doch sind sie so erfrischend anders als die, mit denen wir gerechnet hatten.

Rundfunk Ö1 „exlibrisGudrun Braunsperger:
... Dimitré Dinev hat sich dazu entschlossen, auf Deutsch zu schreiben, und er folgt damit großen Vorbildern; nur wenigen, wie etwa Samuel Beckett oder Vladimir Nabokov ist es gelungen, literarischen Rang auch in fremden Sprachen zu behaupten ... Pathos und Ironie sind gleichermaßen vorhanden in der Sprache Dinevs, die eine eigentümliche Macht hat. Er spricht in Bildern, die anrühren: zum Beispiel die Frau, die sich so schnell bekreuzigt, dass ihre Hand einer Schwalbe gleicht, die ihr zerstörtes Nest sucht. Oder: Der Glöckner Kosta, den ein Schwarm Waldbienen so zurichtet, daß sein Kopf aussieht wie eine Kirchenglocke. Oder: Der Schmied Deljo, der so heftig und leidenschaftlich mit seiner Frau schläft, als ob er alle Buchstaben der Inschrift in einer Nacht nachschmieden wollte. Und bei all dem ist Dinevs Sprache knapp und reduziert wie in den Erzählungen Tschechows ...

Bernhard Wondra, Kulturamt der Stadt Mannheim:
Bilder wie Wechselbäder. Dimitré Dinevs Stil besticht durch Prägnanz und Zielsicherheit. Heiß und kalt, tragisch und komisch. Weltumbrüche von einem Satz zum nächsten. In Empathie für seine Figuren, engagiert gegen die Verhältnisse, denen sie unterliegen, lakonisch und distanziert, dennoch hautnah, in Sanftmut und Bestimmtheit zugleich. Ein Phänomen, das Lust macht auf mehr.

Jürgen Engler, ndl- neue deutsche literatur; Zeitschrift für deutschsprachige Literatur, bis Mai 2004 im Aufbau-Verlag: Dimitré Dinev ist ein bemerkenswertes Erzähltalent.


Zum Autor Jan Turovski

Geboren in Bielefeld, lebt derzeit in Bonn.
Romane, Kurzgeschichten, Lyrik, Theaterstücke.
Studienjahre in Cambridge, London und Paris.
Amerika-Aufenthalte.
Cambridge University Certificate of Proficiency in English. Cambridge Diploma in English Language.
Sorbonne Diplôme de langue et civilisation françaises.
Student trainee der Fa. Selfridges Ltd. London.
3 x Granta-Preis für die Short Stories Purgatory, The Witness und Blue Glass.
‘Prix Littéraire Européen Arthur Rimbaud 2000’ für die unveröffentlichten Manuskripte Sophie fatale ... (Roman) und Die blaue Provinz (Gedichte).
Mitarbeit an die horen, The London Magazine, Lyrik- Anthologien, sowie an Rowohlts Don-Juan-Anthologie, ‘Geschichten zwischen Liebe und Tod’.
Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften, Rezensionen usw.

Buch-Publikationen:

1988: Die Sonntage des Herrn Kopanski, Roman, Benziger Verlag/Zürich.
1995: Der Rücken des Vaters, Roman, Avlos Verlag.
1997: Vor(w)orte der Liebe, Gedichte, Avlos Verlag.
2002: Sweet Home, Kurzgeschichten, bei Ango Boy.
2012: Berni, Bastian und Therese, Novelle, Bouvier Verlag

Sowie 10 Romane beim Andiamo-Verlag, Mannheim, bzw. in der edition andiamo, Hamburg:

Die Sonntage des Herrn Kopanski, Neuauflage Hamburg 2018

Kopanski kehrt zurück, Hamburg 2018

Der Fall Odile Féret, 2017. kartoniert - ISBN 978-3-936625-85-1

Polnische Dörfer, 2016, kartoniert, 220 Seiten, – ISBN 978-3-936625-80-6

Millingers Bart,2016, kartoniert, 236 Seiten, – ISBN 978-3-936625-79-0

Almuts Affären, 2015, kartoniert, 200 Seiten – ISBN 978-3-936625-78-3

Der lange Arm, 2015, kartoniert, 196 Seiten, – ISBN 978-3-936625-64-6

Das sprichwörtliche Leben,2014, kartoniert, 184 Seiten, – 2. Auflage 2015; ISBN 978-3-936625-77-6

Sophie fatale ..., 2014, kartoniert, 200 Seiten – 2. Auflage 2015; ISBN 978-3-936625-75-2 

Der Rücken des Vaters, 2013, kartoniert, 156 Seiten, – 3. Auflage 2015; ISBN 978-3-936625-76-9

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Edition Andiamo Bücher

Herzlich willkommen!

Über zwanzig Jahre lang habe ich als Herausgeber und Autor mit großen Publikumsverlagen wie auch mit kleinen oder mittelständischen "klassischen" Verlagen gute (aber auch schlechte) Erfahrungen gemacht, all die Jahre war die Qualität der Texte für mich ausschlaggebend, nicht der Herstellungs- bzw. Vertriebsweg. Nach der Auflösung des Andiamo-Verlags Mannheim, Inh. Monika Kürten, wegen Umzugs nach Hamburg zum 31. Dezember 2017, werbe ich hier ehrenamtlich für einige ausgesuchte Titel, die von mir herausgegeben wurden und noch lieferbar sind. Drei "klassisch" gedruckte Titel in der Edition Andiamo im Mannheimer Wellhöfer Verlag von Nikolaj Tabakov und Meinrad Braun Hier. Andere Bücher, auch meine eigene, vierbändige Werkauswahl und einer meiner Lyrikbände können nach Auflösung des Andiamo-Verlags nur lieferbar gehalten werden, weil sie im Print-On-Demand-Verfahren professionell und in guter Qualität hergestellt werden. Ihr Händler besorgt Ihnen Ihr Wunschbuch gerne, wenn der Titel nicht im Geschäft vorrätig sein sollte.

Edition-Andiamo-Lyrik im Onlineshop bei BoD, Norderstedt mit Leseproben:

Am Grund der Zeit von Rumjana Zacharieva (Rumjana Zacharieva publiziert im S. Fischer Verlag, Frankfurt und im Horlemann Verlag, Berlin.)

Zustände und Abgründe von Frank Wallenta

Bis 21. August 2018 lieferbar: An Frauen von Thomas Frahm (Thomas Frahm publiziert im Hanser Verlag, München und im eigenen Chora Verlag, Duisburg.)

Bis 28. Juni 2018 lieferbar:Geheimgesellschaft deiner Seele von Farhad Ahmadkhan

Sehsucht von Darina Schneider

Aus der Enge von Klaus Servene(Klaus Servene hat in mehreren Verlagen - wie dem C. Bertelsmann Verlag, München - und überwiegend im Andiamo-Verlag, Mannheim publiziert.)

Ratgeber Kreatives Schreiben: Erntezeit von Helga Köbler-Stählin

Edition-Andiamo-Romane im Onlineshop bei BoD, Norderstedt mit Leseproben:

Klaus Servene

Jan Turovski

Neue Bücher und E-Books von Jan Turovski und Klaus Servene:

Biobibliografisches zu Klaus Servene

Ich schreibe keine Erinnerungen - ich schreibe was ich weiß.

In Marburg geboren, aufgewachsen im Hunsrück, Germanistikstudium in Mainz und Marburg; viele Jahre in Norddeutschland gearbeitet und gelebt, 1997 bis 2017 in Mannheim, ab Dezember 2017 wieder in Hamburg; seit 1995 literarischer Autor; Lyrik, Kurztexte, Stücke, Erzählungen, Romane; ab 2001 auch Herausgeber und Literaturvermittler. Inzwischen etliche eigene Bücher publiziert und über 50 Bücher anderer Autorinnen und Autoren. Diverse Beiträge in Sammelwerken. 2013 wird Ein kurzer Roman vom Fell in der Übersetzung von Emilia Draganova komplett im Sawremennik veröffentlicht, der führenden Zeitschrift für ausländische Literatur in Bulgarien; Verschiedene Literaturpreise und Förderungen.

Erstveröffentlichungen als Herausgeber z.B.: Ein Licht über dem Kopf von Dimitré Dinev (2000), Zigi übers Meer von Zsuzsa Bánk (2008; ein Auszug aus ihrem noch unveröffentlichten Roman Die hellen Tage) und Der Rucksack von Massum Faryar (2008); Lektorat und Herausgabe (mit der Stadt Mannheim, Sudabeh Mohafez und Dimitré Dinev) der Anthologie Grenzen.Überschreiten. – Ein Europa-Lesebuch (2007/2008 – Texte von Marica Bodrožić, Irena Brezna, Yadé Kara u.v.a.); Lektorat und Herausgabe der Europabreviere Grenzenlos (2011, 2012 mit Thomas Frahm, 2013).

Einer meiner Lieblingssätze aus eigener Feder lautet: "Man ist frei, wenn die Seele so stark ist, dass man keinen Namen mehr braucht." Dennoch: Mit Freude habe ich das Gedicht von Bonn nach Mannheim – an Klaus Servene von Rumjana Zacharieva gelesen (in: traumwechselstörung, Edition Voss, Lyrikpapyri, Horlemann Verlag Berlin 2013),und auch die Widmung von Jürgen Nielsen-Sikora in seinem Essay über Europa: Das Ende der Barbarei. Sie lautet: „Klaus Servene, dem unermüdlichen Europäer.“ (Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2012). Mit doppelter Freude erfüllt mich Massum Faryars Danksagung am Ende seines Romans Buskaschi oder Der Teppich meiner Mutter, das Werk ist endlich bewerkstelligt & dann denkt er auch noch ausgerechnet an mich! (Kiepenheuer & Witsch 2015)

Eigene Veröffentlichungen (Auswahl):

Hitzkopf (Roman), Mannheim 2000
Schatilah (Roman), Mannheim 2000
Deutschland-Tango (Lyrik und Kurztexte), Mannheim 2001
Das tragische Ende des August von Kotzebue (Ein szenischer Nachruf, Regie: Sascha Koal), 2002
Schandflecken (Erzählung, in: Nehmt mich beim Wort, C.Bertelsmann-Verlag, München 2003)
Zugereist (Ausgewählte Prosa 1995 bis 2007, limitierte Auflage zum Mannheimer Stadtjubiläum), 2007
Ein kurzer Roman vom Fell, (Roman), Mannheim 2007
Ein Haus in Bulgarien, (Erzählung, in: Wilde Vögel fliegen, Achter-Verlag, Acht 2009)
Als mein Herzschrittmacher streikte, (Lyrik,in: Der literarische Zaunkönig, Wien 3/2009, sowie in Ö1/ORF "Nachtbilder" 28.11.2009, gelesen von Michael Dangl)
Unter Asche, (Exzerpt aus der Erzählung, in: Im Verborgenen, Mannheimer Heinrich-Vetter Literaturpreis 2010 - Texte der Preisträger(innen) sowie der Nominierten, Literarisches Zentrum Rhein-Neckar e.V. Die Räuber 77, Mannheim 2010)
Mannheim, Germany (Stories), Achter Verlag, Acht 2010
Aus der Enge - Gedichte & Textamente (Lyrik, kurze Prosa & Essays), Buxtehude/Berlin 2013/2014
Flirt mit dem Tod (Bühnenstück, Idee und Regie: Limeik Topchi), UA 2016
Nathan der Weise (Neue Bühnenfassung, Idee und Regie: Limeik Topchi), Premiere 2017

Herausgaben (Auswahl):

Werke von Jan Turovski, Nikolaj Tabakov, Rumjana Zacharieva, Thomas Frahm, Meinrad Braun u.a.
Hallo Taxi (Kurzgeschichten), Mannheim/Norderstedt 2001
Taxi-Hörbuch mit Musik (Kompakt-CD; mit Peter Tröster), Mannheim 2005
grenzen.überschreiten. ein europa-lesebuch (Kurzgeschichten; mit der Stadt Mannheim, Sudabeh Mohafez und Dimitré Dinev), Mannheim 2008
grenzenlos. ein literarisch engagiertes europabrevier (Anthologie), Mannheim 2011
europabrevier grenzenlos 2 - eine literarische Bulgarienreise, ein Puzzle & andere Wegbeschreibungen aus der Enge (Anthologie; mit Thomas Frahm), Mannheim 2012
Rumjana Zacharieva: Am Grund der Zeit. Gedichte. Neuauflage, Mannheim 2013
europabrevier grenzenlos 3 - JA. Roman von Nikolaj Tabakov. Aus dem Bulgarischen von Rumjana Zacharieva, Mannheim 2013

WIKIPEDIA

Leseprobe 1. Weltkrieg

Aus einem Brief an den Förderkreis deutscher Schriftsteller Baden–Württemberg (aus dem Englischen):

»Sofia, 14.Januar 2013

(...) Savremennik ist seit mehr als vierzig Jahren die führende Vierteljahresschrift für ausländische Literatur in Bulgarien. Die Philosophie unseres Magazins ist, für bulgarische Bürger und AutorInnen Türen zu anderen Teilen der Welt zu öffnen, zu anderen Sichtweisen auf die Welt (...)

In diesem Zusammenhang sind wir sehr froh (...) den kurzen Roman vom Fell von Klaus Servene zu publizieren. (...) Fell (gibt) eine eindrückliche Innenansicht in unbekannte Dimensionen deutschen Lebens, deutscher Provinz, deutscher Mentalität, in einer herausragenden und originalen literarischen Sprache, voller ausdrucksstarker Szenen und Bilder. Das ist genau, was wir suchen.

Darum versichern wir (...) dass der Roman Fell, in der Übersetzung der berühmten bulgarischen Übersetzerin Emilia Draganova, vollständig in einer der Nummern unseres Magazins in 2013 veröffentlicht wird. (...)

Gez. Vladimir Zarev, editor-in-chief, Vladimir Minkov 2nd editor-in-chief«

Die Übersetzung wurde finanziert vom Förderkreis Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg - vielen Dank auch an dieser Stelle!

Drei Presse- und drei Freundesstimmen

Weitere Artikel im Mannheimer Morgen Hier.

Glanz und Elend
 
>> Wer über Klaus Servenes Sätze wandert, merkt nicht, wie begierig er bald den verschiedensten Gerüchen nacheilt. Etwas kocht. Mal in uns, mal in unserer Nähe, denn die Welt bei ihm ist ein Gericht, an dem wir, die Unersättlichen, uns die Zunge verbrennen. << Dimitré Dinev, Wien

>> Klaus Servene schreibt großherzig und sarkastisch zugleich. Ein Mensch mit einer süßen Zunge, mit einem warmen Mund, wie man in Afghanistan sagen würde.<< Massum Faryar, Berlin

>> Nur aus Büchern wie denen Klaus Servenes, eines nackt und ungeschützt auf der Sprache wandelnden Zeitzeugen, erfahren wir noch von einem Deutschland, das zwischen K wie Kaiserreich und K wie K-Gruppen nicht aufgehört hat, grausame Verhärtungen zum Normalfall des Menschen im K wie Kapitalismus zu erklären. << Thomas Frahm, Sofia/Duisburg

Werkauswahl Klaus Servene

Werkauswahl Band 1: Wilder Honig – Lyrik, Essays, Szenen, 264 Seiten, Farbfotos, kartoniert, ISBN 978-3-936625-73-8



Abendstille

Wir werden schmunzelnd in den Gräbern liegen,
wir fahren nach Magnolien, was von uns bleibt
ist wechselhaft, Katzengold und Eintagsfliegen,
Badezeug, Plutonium – und natürlich Plastikfolien.

Ausgewählte Gedichte und Textamente (1970 bis 2015), Essays und Kürzest-Texte, sowie szenische Arbeiten (ab 1995 bis 2015), zuletzt: Mühlbach verreist.

Werkauswahl Band 2: Und über uns – die Brücke der Erwartung; Erzählungen, 192 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-936625-70-7


»Eine faszinierende Reise durch das Unterholz der Gegenwart (...) Geschichten aus Glas, die sich dem Leser ins Fleisch schneiden.« Glanz & Elend, Magazin für Literatur und Zeitkritik

»Wer über Klaus Servenes Sätze wandert, merkt nicht, wie begierig er bald den verschiedensten Gerüchen nacheilt. Etwas kocht. Mal in uns, mal in unserer Nähe, denn die Welt bei ihm ist ein Gericht, an dem wir, die Unersättlichen, uns die Zunge verbrennen.« Dimitré Dinev, Wien

»Klaus Servene schreibt großherzig und sarkastisch zugleich. Ein Mensch mit einer süßen Zunge, mit einem warmen Mund, wie man in Afghanistan sagen würde.« Massum Faryar, Berlin

»Lebendige Geschichten, souverän und wirklichkeitsgesättigt.« Mannheimer Morgen

»Ein Schriftsteller, der tatsächlich seine Geschichten wie Kastanien aus dem Schmutz fischt und sie solange geduldig säubert, bis sie zu glänzen beginnen. Empfehlenswert.« Michael Lehmann-Pape, Leverkusen

Werkauswahl Band 3: Fell & Seife – Zwei Romane, 212 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-936625-74-5


Warum wird der deutsch-belgische Lehrer Patrick Du Trou ermordet – eine reine Namensverwechslung? Inwiefern wird der IT-Spezialist Johannes Deprez das Opfer einer Bluttat aus Eifersucht; einer Tat, die er selbst begangen hat? Und was hat Seife mit Nobels Sprengöl zu tun?

Im »kurzen Roman vom Fell« geht es um die Geschichte eines »Nazijägers«, um politische und genetische Familiengeheimnisse und Schandflecken.

»Die Spur der Seife« behandelt das Thema Gewalt aus der Sicht eines Mörders. Die Spur führt in die Karibik, nach Südindien, nach New York, in den deutschen Südwesten mit seinen Städten und letztlich in den Hunsrück.

»Eine eindrückliche Innenansicht in unbekannte Dimensionen deutschen Lebens, deutscher Provinz, deutscher Mentalität, in einer herausragenden und originalen literarischen Sprache, voller ausdrucksstarker Szenen und Bilder.« Sawrennemik, die führende bulgarische Literaturzeitschrift für ausländische Literatur (Hrsg. Vladimir Zarev), Sofia, zur Veröffentlichung des »Kurzen Romans vom Fell« 2013 in bulgarischer Übersetzung.

»Mit feiner und umfassend differenzierter Sprache, im Stil durchaus angemessen wechselnd und ebenso differenziert gezeichneten Protagonisten erzählt Servene seine beiden Geschichten verletzter Menschen (...) Rückzug von der Welt, Kampf gegen sich selbst, Ohnmacht vor jahrhundertealten Schicksalslinien und doch immer auch ein Funken Hoffnung auf Besserung, auf ein Mehr sind die inneren Themen beider Romane, die für ein intensives Lese-Erlebnis sorgen.« M. Lehmann-Pape, Leverkusen

Werkauswahl Band 4: Hitzkopf, Roman, Paperback, 224 Seiten, 8. Auflage Andiamo-Verlag, Mannheim 2015, ISBN 978-3-936625-72-1
1995. Die Diagnose Krebs befällt die Familie Lorang. Betroffen sind alle, erkrankt ist Justus Lorang, der nach der Überwindung des ersten Schocks umgehend seine Erinnerungen plündert und mit Hilfe seiner Frau Enni und der Ghostwriterin Brunhild von Heppe eine große Stoffsammlung beginnt. Er hat nur zehn Tage Zeit, denn dann wird er operiert und niemand kennt den Ausgang. Sein Ziel ist die Herausgabe eines »selbsttherapeutischen« eigenen Buchs, mit dem er »innere Ordnung« schaffen will, während Brunhild von Heppe eigene publizistische Absichten verfolgt und auch nicht davor zurückschreckt, Justus Lorang diversen Weggenossen gegenüber bereits für tot zu erklären. Sie ist es auch, die Regie führt, wenn mosaikartig das Leben dieses Mannes »seziert« wird, der sich selbst als »das Fleisch gewordene Copyright diverser deutscher Michels« bezeichnet. Aus dessen Tagebuchaufzeichnungen und einigen Briefen seiner diversen weiblichen wie männlichen Weggenossen scheint eine schillernde Person auf, und gleichsam mit dieser Person auch die schillernden Fragen: Woran leiden Männer, auch deutsche aus der Nachkriegsgeneration? Woran erkranken sie und kann man ihnen helfen – wollen sie überhaupt gesund werden?

Aber es geht um noch mehr, als um die Überwindung körperlicher Defekte. Es geht um Selbstbehauptung in einer interessengesteuerten Welt. Es geht um beruflichen Erfolg, um hitzige Übertreibungen, um Zukunftsängste und um Zuversicht.

»Ich stutze in den Faustschlag, der parallel zu dieser Frage kommt, genau auf mein rechtes Auge. Es kommen viele Fragen. Und noch mehr Schläge. Die Schläge sind immer wie kontrolliert. Mal fest und schmerzend, mal fast zart, wie wenn man einen Kumpel aufmuntern will. Sie tun mir weh, ihre Schläge, aber sie sind nicht vernichtend, nicht als einzelne Schläge vernichtend, verstehen Sie Brunhild? Nur in ihrer Gesamtheit sind sie vernichtend. Überall am Kopf knirscht es, und dauernd platzt was anderes auf.«

» ... ein Stück innerer Zeitgeschichte deutschen Daseins über die Jahrzehnte hinweg jener Generation, die man 68er nennt. ... « (Michael Lehmann-Pape, Leverkusen)
» ... Ein amüsanter Michel ... « (Mannheimer Morgen)
» ... Wanderer zwischen Heimat und Welt ... « (Hochwälder Wochenspiegel)
» ... literarischer Hochgenuss ... « (Trierischer Volksfreund)

Aus der Enge. Gedichte, Textamente, Essays, 132 Seiten, Paperback, Edition Rote Zahlen, 3. Auflage Buxtehude 2014, ISBN 978-3-944643-38-0

• Auferstehung •

In Ruinen wirft die Sonne
ein besonders bombastisches Licht,
doch wie im Rückzug begriffen
scheint sie – zu kapitulieren.

Aus dem Aufbruch von schweren Granaten
steigen besonders blasse Monde empor,
und nie gesehene Pflanzen erwachsen.
Innere Wesen weiden auf Gras –
als würde es sie wirklich geben.

In den Meeren zerknicken Wale Harpunen,
eine Raumstation driftet im All,
am Südpol im Eis findet man Runen –
aus der Zeit vor dem Sündenfall.

In kaputten Städten neu geborene Kinder,
am Grund des Flusses ein Klavier,
und auf wüsten Straßen stillen
tätowierte Frauen ein Fabeltier.



Aus der Enge. Gedichte, 84 Seiten, Hardcover, Schutzumschlag, Lesebändchen, Andiamo-Verlag, 4. Auflage Mannheim 2015, ISBN 978-3-936625-67-7


»Man schwimmt und erreicht kein Land. Da freut es einen schon, wenn man eine Boje sieht. Man wird sich an ihr festhalten wollen, um innezuhalten, etwas auszuruhen. So ging und geht es mir schon seit meiner Schülerzeit mit Lyrik. Aber was ich damals mit eigener Feder festzuhalten glaubte, habe ich längst verloren oder weggeworfen. Doch ein paar selbst gefischte Perlen aus den Siebzigern, und natürlich das Beste meiner Lyrik seit Mitte der Neunziger, haben es in dieses Buch geschafft. Ich hoffe zu Recht – denn wenn Lyrik nicht immer wieder neuen Halt bietet, im Lesen und im Schreiben, neuen Grund, den Blick auf die Welt und das Leben zu schärfen, geht sie unter.«
Klaus Servene

Seit Bestehen im Mai 2000 publizierten wir folgende Autorinnen und Autoren (AUSWAHL in alphabetischer Reihung nach Nachnamen):

Farhad Ahmadkhan - Dimo Alexiev - Minnet Atil - Zsuzsa Bánk - Aviva Barkhourdarian - Rolf Bergmann - Doris Bewernitz - Marica Bodrožić - Ariane Böckler - Christo Botev - Meinrad Braun - Silvana Braukmann - Irena Brežná - Mascha Buchen - Charles Bukowski - Canis Dei - Nikias Chryssos - Zehra Çirak - Christiane Daubermann - Manfred Dechert - Jean-Philippe Devise - Kristin Dimitrova - Dimitré Dinev (Autor u. Hg.) - Siegfried Einstein - Massum Faryar - Diana Feuerbach - Thomas Frahm (Autor, Übersetzer, Hg.) - Daniel Glattauer - Reinhard Griebner - Ralph Günther - Bille Haag - Hippe Habasch - Ilka Christiane Haederle - Gertrud Häfner - Jochen Hörisch - Peter Houska - Mirela Ivanova - Elias Jammal - Evelina Jecker-Lambreva - Yadé Kara - Wolfgang Klein - Helga Köbler-Stählin - Hubert Kölsch - Uwe Kräuter - Ivan Kulekov - Rudy Kupferschmitt - Adolf Kutschker (Autor u. Hg.) - Anke Laufer - Manfred Loimeier - Sunil Mann - Georgi Markov - Stojan Mihajlovski - Hanno Millesi - Sudabeh Mohafez (Hg.) - Pega Mund - Jürgen Nielsen-Sikora - Paraskeva Nikoltscheva-Mau - Konstantin Pavlov - Claus Probst - Rea Revekka Poulharidou - Sylvie Schenk-Gonsolin - Rainer Schildberger - Darina Schneider - Klaus Servene (Autor u. Hg.) - Amaryllis Sommerer - Marina Stepnova (Übers. von Marlies Bilz und Angelika Starobinskaja) - Nikolaj Tabakov - Kalin Terzijski - Christine Thiemt - Limeik Topchi (Regisseur, Schauspieler, Ideengeber) - Sabine Trinkaus - Peter Tröster (Hg. u. Komponist) - Jan Turovski - Alessandra Volpe (Hg.) - Angel Wagenstein - Frank Wallenta - Rainer Wedler - Werner Weimar-Mazur - Stephan Weiner - Ina Weixler - Ursula Wiegele - Kirsten Wilczek - Rumjana Zacharieva (Autorin, Übersetzerin) - Peter-Paul Zahl - Vladimir Zarev - Christian von Zimmermann - Galina Zlatareva



Klaus Servene im Interview mit Helga Köbler-Stählin (Mannheimer Morgen) - Foto: (c) Manfred Rinderspacher